Vermittlung von Nachbarschaftshilfe - Wir sind für Euch da

Covid - 19 hat sich in unserem Leben ausgebreitet. Dank Eurer Disziplin, zu Hause zu bleiben und Mundschutz zu tragen und (ganz wichtig) durch die Corona-Warn-App die Ausbreitung zu begrenzen, nicht so rasant wie in anderen Ländern, aber trotzdem sind wir doch alle immer wieder betroffen. Da das Coronavirus schnell mutiert, dürfen wir ihm durch Senken der Infektionszahlen möglichst wenig Gelegenheit dazu zu geben. Das bedeutet dass wir selbst durch geeignetes Verhalten, insbesondere Abstand, Hygiene, Alltagsmasken (wo Abstand nicht gehalten werden kann), regelmäßiges Lüften und die CoronaWarnApp die Kette der Ansteckung durchbrechen und natürlich dadurch, das Impfangebot anzunehmen, sobald es Euch zur Verfügung steht.

Impfangebot annehmen - aber wie?

Bocholter Seniorinnen und Senioren, die über keine andere Möglichkeit verfügen, die Impftermine im zentralen Impfzentrum in Velen wahrzunehmen, können einen ehrenamtlichen Fahrdienst in Anspruch nehmen. Dazu ruft Ihr uns einfach über unsere Hotline (02871) 287 381 an. Auch bei der Impfterminbuchung unterstützen wir gerne, falls Ihr damit nicht zurechtkommt. (Mit diesen Tipps, klappt es aber eigentlich einigermaßen.)

Der Caritasverband für das Dekanat Bocholt, der Verein Leben im Alter, die Helfergemeinschaft „Helfende Hände der Pfarre St. Josef“, die Kirchengemeinde St. Georg (Kirchturm St. Bernhard), der Kneipp-Verein, die Freiwilligenagentur und das Seniorenbüro der Stadt Bocholt stellen für die Impffahrten ehrenamtliche Fahrer*innen und Ressourcen aus ihren eigenen Reihen zur Verfügung, die wir für Euch gerne vermitteln. Allerdings nur dann, wenn keine anderen Möglichkeiten bestehen nach Velen zu kommen. Fragt bitte erst in der Familie nach, aber seid beruhigt: Wenn kein anderer hilft dorthin zu kommen, helfen wir sehr gerne.

Es ist "passiert" Ihr habt Euch angesteckt - was nun?

Nicht alle Menschen, die sich anstecken müssen ins Krankenhaus. Es reicht in den allermeisten Fällen, wenn die Menschen, die gerade infiziert sind, zu Hause bleiben, um andere nicht anzustecken und telefonisch mit ihrem Hausarzt in Verbindung stehen. Und die, die es nicht genau wissen, weil sie vielleicht einen Kontakt hatten, auch. Und ganz wichtig, die Menschen die aufgrund Ihres Alters oder einer Vorerkrankung zur Risikogruppe gehören, bei der ein schwerer, wenn nicht gar tödlicher Krankheitsverlauf wahrscheinlich ist, auch die sollten das Haus in Phasen hoher Infektionszahlen am besten nicht verlassen, um sich nicht anzustecken.

Aber wie wird man denn versorgt, wenn man nicht mehr raus kann, um Medikamente oder Lebensmittel zu besorgen?

Die allermeisten von uns haben glücklicherweise Angehörige, Freunde, liebe Nachbarn in ihrem Bekanntenkreis, die für die Zeit in der sie zu Hause bleiben müssen, die Einkäufe erledigen, den Hund gassi führen und all die Dinge tun, die die betroffene Person grad nicht machen kann.

Aber was ist, wenn jemand keinen solchen Menschen in Bocholt hat? Oder der Mensch, der jemanden versorgt hat, plötzlich selber krank wird und das Haus selbst nicht verlassen darf? Auch hier helfen wir gerne weiter und vermitteln Euch einen Nachbarschaftshelfer der Coronahilfe-Bocholt, die man unter der Hotline 02871-287381 Uhr anrufen kann. Vormittags zwischen 9.00 und 12.00 erreicht Ihr da einen Vermittler von uns persönlich, nachmittags haben wie oft Termine. Manche von uns tragen dann das Handy bei sich, oder aber der Anrufbeantworter läuft, den wir regelmäßig abhören und zurückrufen. Dort gibt die hilfesuchende Person ihren Namen, Telefonnummer und Adresse an, erklärt, warum sie Hilfe braucht und was zu beachten ist, und einer aus unserem Team nimmt sich der Sache an, findet einen hilfsbereiten Menschen in der direkten Nachbarschaft, der sich bei uns gemeldet hat und stellt den Kontakt her.

Ihr möchtet auch helfen? - Das ist toll!

Inzwischen haben bereits so viele liebe Bocholter ihre Hilfe angeboten, dass wir allen Hilfesuchenden in ganz kurzer Zeit einen Nachbarschaftshelfer aus dem eigenen Stadtteil und der direkten Umgebung vermitteln können. Aber wir freuen uns trotzdem über jeden Bocholter, der seine Hilfe anbietet. Wer weiß vielleicht braucht gerade in Eurer direkten Nachbarschaft jemand Hilfe? Zum Helfen könnt Ihr euch einfach in unserer Helferdatenbank registrieren und angeben, welche Art von Hilfeleistung Ihr Euch vorgestellt habt. Wenn Dann eine Hilfsanfrage aus Eurer Nachbarschaft kommt, werden wir Euch kontaktieren und fragen, ob das eine Hilfe ist, die Ihr übernehmen wollt. Eine Hilfsverpflichtung entsteht daraus nicht.

Helfen kann man man übrigens auf unterschiedlichste Weise:

  • Mit einem Telefonat, um einsamen Menschen die Angst zu nehmen
  • Durch eine Abholung von Rezepten vom Arzt
  • Durch einen Einkauf der vor der Tür abgestellt werden kann
  • Mit dem Hund spazieren gehen, da diese Personen es nicht dürfen.

Menschen die helfen möchten können sich hier informieren, wie es um ihr eigenes Risiko als Helfer aussieht und wie der Hilfsprozess ablaufen sollte. Wir haben diesen Prozess mit dem Gesundheitsamt Borken abgestimmt und erhalten sofort Information, wenn sich an deren Empfehlungen etwas ändert. Das Gesundheitsamt Borken guckt live in dieses Dokument - Digitalisierung macht das möglich. Aber Ihr könnt auch direkt dort auf einer der Hotlines des Gesundheitsamts anrufen und Euch beraten lassen.

Wer lieber einen offiziellen Weg nehmen möchte, um sich als Helfer zu registrieren, der kontaktiert am besten die Freiwilligenagentur der Stadt Bocholt und lässt sich dort beraten. Mit ihr arbeiten wir eng zusammen und haben unsere Helferprozesse offengelegt.